Wer noch keinen Systemausfall erlebt hat, vergisst oft die Vorplanung
Viele Menschen erleben die EDV im Unternehmen und zu Hause als fast fehlerfreie Umgebung. Dies sorgt für einen hohen Vertrauensvorschuss und dafür, dass das Szenario "Daten retten" und "Daten sichern" viel zu spät betrachtet und zu wenig ernst genommen wird.
Ein erfolgreicher Produktionsprozess setzt dabei voraus, dass alle Betriebseinrichtungen funktionieren und die Mitarbeiter die jeweiligen Arbeitsergebnisse an den nächsten Bearbeitungsschritte weitergeben können. Dabei sollten für alle betriebsnotwendigen Einrichtungen die notwendigen Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien bereitstehen. Bei einem EDV-Ausfall besteht das Risiko, dass man nicht alle Daten retten kann und die Bearbeitung seit der letzten Datensicherung komplett und kostenintensiv wiederholt werden muss. Davon sind auch die CRM Daten, welche alle Kundendetails beinhalten, betroffen. Sie sollen im Normalfall helfen, die Kunden gezielt anzusprechen und eingehende Bestellungen schnell zuzuordnen und zu bearbeiten.
Vorbeugen hilft Schaden zu vermeiden
Wer rechtzeitig nachdenkt, der kann Schäden vermeiden und seinen Geschäftsbetrieb stabilisieren.
Die Datenrettung beginnt deshalb schon bei der Einführung der EDV oder der Konfiguration eines neuen Netzwerks. Wenn an einem Vormittag Hunderte Kundenanfragen eingehen und über die Kundenstammsätze einem Preis und einem Liefertermin zugeordnet werden, dann sollte dieses Arbeitsergebnis möglichst schnell gesichert werden. Insbesondere wenn Kunden gerne die telefonische Bestellmöglichkeit nutzen, dann gibt es ja außer der Eingabe des Servicemitarbeiters keine Dokumentation im Unternehmen. Insbesondere wenn dann guten Kunden ein Express-Service bei gleichzeitiger Versandkostenfreiheit zugesichert wurde, dann ist diese Leistung nur noch bei einer mehrmaligen Zwischenspeicherung zu schaffen. Deshalb beginnt die Datenrettung hier bei einer aktuellen Datensicherung.
Was wird für Daten retten alles benötigt?
Zuerst einmal ist es wichtig, dass die einzelnen PCs miteinander vernetzt werden und die Abteilungen ihre Daten auf irgendeiner Art zentralem Speicherplatz liegen. Dabei sollten die Einrichtungen und Gebäude so verteilt sein, dass das Rechenzentrum eben nicht direkt neben einem Gefahrstofflager oder brennbaren Lagerbeständen liegt. Eine Feuerlöschmöglichkeit mit Schaum und möglichst ohne Wasser sollte hier zur Grundausstattung gehören. Am besten ist es deshalb die EDV in einem Verwaltungsgebäude unterzubringen und mögliche Störquellen von außen auszuschließen. Die jeweils gesicherten Daten sollten auf einem relativ schnellen Medium gespeichert werden, so dass im Bedarfsfall
ein möglichst schnelles Zurückspielen der Daten erfolgen kann. Dabei sollte eine Priorisierung in der Art erfolgen, dass Daten aus aktuellen Aufträgen und Mailing-Aktionen möglichst sofort zur Verfügung stehen und die historischen Daten erst zu einem späteren Zeitpunkt wiederhergestellt werden.
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